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Gerda Eckelt |
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Kde domov můj:
Mit unser Generation endet eine Zeitepoche
Wer soll später einmal darüber erzählen? |
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Die Aussiger Handelsakademie in der Schmeykalstraße. I. Vorwort
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Eine Fülle von Erinnerungen und Rückblicken an eine Zeit von Gestern liegt über der Geschichte, der für viele von uns noch miterlebten AKA.
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Aber auch schon vor uns gab es Studenten und Professoren in diesem für uns allen heiligem Gebäude unserer Jugendjahre.
In der ehemaligen Österreich-Ungarischen Monarchie im Kronland Böhmen.
Zu verschiedenen feierlichen Anlässen sang man damals Die Hymne der Monarchie: „Gott erhalte, Gott beschütze unsern Kaiser unser Land… “ Die Melodie von Josef Haydn.
In der damaligen Gedankenwelt der Studenten blieb der Tag des Attentates von Sarajewo erhalten. Am 14.Juni 1914 hat in der Tat die Selbstverstümmelung Europas begonnen, deren schmerzhafte Folgen wir noch heute spüren.
Das ging auch uns an, die Deutschen in Böhmen, ein großer Teil der großen Österreich-Ungarischen Monarchie mit ihrer reichen Geschichte, den geistigen Wissenschaften, entwickelten Formen der bildenden Künste, vor allem der Literatur, der unsterblichen Musik und vieles, vieles andere mehr. Bis heute noch prägt diese Zeitepoche den kulturellen Nachlass und wird weiterhin den Folgegenerationen präsentiert!
Dann kam das Ende der langen Zeitepoche und Amtsperiode Kaiser Franz Josef´s I. Alle unsere Vorfahren kamen in dieser Zeit zur Welt.
Die Entstehung der Tschechoslowakischen Republik, da sangen wir die Staatshymne: „Wo ist mein Heim, mein Vaterland…“ von Franz Johann Škroup aus dem Jahre 1834.
Der tschechische Text von Josef Kajetan Tyl wurde Anfang der 20.Jahre für die Anwendung in deutschen Schulen von W. K. Ernst übersetzt.
Wenn wir alle nationalen und ideologischen Ansichten bei Seite lassen, blieb der besinnliche Inhalt des Textes für alle die Dagebliebenen und Vertriebenen ein nicht weg zu denkender Begriff. Die tschechoslowakische Staatshymne in ihrer deutschen Fassung haben wir Sudetendeutschen ohne Aversionen gesungen und sie auch schön befunden. |
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Präsident T.G. Masaryk haben wir verehrt. Bei einer Gedenkfeier im Jahr 1938 zu seinen Ehren (Er war Ehrenbürger von Aussig, obwohl er niemals unsere Vaterstadt besucht hat!)
zur Enthüllung seiner Statue in Schreckenstein, sind die deutschen Verbände genauso aufmarschiert wie die tschechischen Vereine. |
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Über all die uns auf gebührten furchtbaren Ereignisse der Nachkriegszeit blieb das ehemalige Kronland Böhmen unsere wirkliche Heimat, denn dort irgendwo und irgendwann war unser doheeme! |
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1938 - das Dritte Reich. Für viele von uns noch auf dieser Erde wandelnden schon ein ganz realer Erinnerungsfaktor.
Wir waren dabei als das Deutschland- mit dem Horst- Wessel- Lied gesungen wurde – bei verschiedenen Zusammenkünften und Veranstaltungen,
welche immer in der Turnhalle im AKA-Gebäude stattfanden. Noch heute lebt der Ehrenfahnenträger Jahrgang 1929) und alle noch Lebenden erinnern sich an dieses Geschehen.
Warum ich das alles schreibe: Es gibt eben immer gewollte oder nicht gewollte Zusammenhänge, die eine Mosaik der Begebenheiten in den miterlebten Zeiten,
besonders in diesem konfliktreichen 20. Jahrhundert, ergeben.
Dann der trostlose grausame zweite Weltkrieg, der sich natürlich auch auf die Handelsakademie auswirkte.
Das Leben ging weiter in anderen Verhältnissen, Einflüssen, Ungerechtigkeiten im ehemaligen Deutsch - Böhmischem Grenzland.
Aus dem jahrhundertelangen deutschen Sprachgebiet entstand durch die Vertreibung für uns Dagebliebenen ein anderes Lebensgefühl.
Und doch, die AKA überlebte.
Es war für die damaligen Professoren und neuen Studenten auch keine so einfache Zeit in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.
Ein anderes totalitäres Regime beeinträchtigte den Lebenslauf bis zur „samtenen Revolution“.
Die AKA konnte ihre ursprünglichen Vorstellungen wieder realisieren und in das normale Leben einbringen.
In diesem angeführten Zeitgeschehen der AKA Geschichte wurden in den einzelnen Zeitumständen die Studenten immer irgendwie beeinflusst aber auch geprägt.
In den über 120 Jahren ergaben sich durchaus konkrete Begebenheiten, welche keine neuen und anderen Aufarbeitungen benötigen.
Die subjektiven Erinnerungen werden immer eine geschichtliche Beschreibung beeinflussen. Ja, die Klassenzimmer mit ihren Fußböden, Schulbänken und Fenstern können all das mit uns erlebte bezeugen. Immer gingen da Menschen ein und aus.
Ob es nun die Studenten waren oder die Professoren (Studienräte), der AKA oder WO, wie man sie auch einmal nannte.
Bis zur Matura, später dann Abitur oder wie wir bis zur Schließung der AKA in den Jahren 1944 – die Jahrgänge bis 1928 und im April 1945 die jüngeren Jahrgänge.
Diese „übersiedelten“ in der zweiten Jahreshälfte 1944 in
die Schule am Richard-Wagner-Platz, wo jetzt das Stadtmuseum rekonstruiert wird.
Einen Teil übernimmt das Collegium Bohemicum, welches sich mit der Bearbeitung der deutsch-tschechischen Historie befasst. Schulzeugnisse des letzen Schuljahres wurden von der alten Lehrerschaft nach der Kapitulation im Mai und Juni 1945 den Studenten ausgehändigt. |
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Wir alle haben konkrete Erinnerungen – diese sollten aufgezeichnet und damit auch weiter für die Nachwelt erhalten bleiben.
Also nicht nur die historischen Daten, Ereignisse und Erlebnisse, in welche wir alle hinein katapultiert wurden.
Schließlich kann doch niemand dafür wann und wo er das Licht der Welt erblickte.
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Auch ich erlebte die AKA in zwei Zeitepochen und bin mit vielen Mitschülern noch in Verbindung.
Nach Bürgerschulabschluss im Jahre 1942 studierte ich auf unserer AKA, sie nannte sich damals Wirtschaftsoberschule. Die Lehrfächer waren anders als in den früheren Zeiten angeführt – Leibeserziehung an erster Stelle – schließlich brauchte man stramme Kerle und Mädels.
Was die Sprachen anbetrifft außer Deutsch natürlich und Englisch, konnte man sich die Zweitsprache selbst wählen, entweder Französisch oder Tschechisch,
was ich als gewisse Toleranz in dieser Zeit betrachte. Diese Wahl brachte mir dann einen Vorteil in den 50. Jahren. Ich konnte in einem Abendkurs nur drei Jahre bis zum Abitur studieren.
Man hatte es mir auf einen Antrag des Schulministeriums bewilligt. Das Abitur legte ich in Tschechisch und Russisch ab,
obwohl ich Tschechisch nur als Wahlfach hatte.
Es war für mich damals überhaupt nicht einfach - ohne tschechische Schulbildung und Russischkenntnisse. So war es eben.
Wieso dieses Entree und meine Leitgedanken zur AKAgeschichte? Alle, die oben angeführten Zusammenhänge mussten wir alle in den Wirren und
Wenden der Zeiten in Kauf nehmen und akzeptieren. Es gab keine anderen Möglichkeiten. Was nützen uns die historischen Meilensteine,
wenn wir uns auch nicht mit den eigenen Erlebnissen in den uns auferlegten Zeitumständen befassen und auch in dieser Gedankenwelt integriert bleiben?
Bevor ich nun zur eigentlichen Historie des Werdeganges der Aussiger AKA schreite, möchte ich Euch alle bitten: Hinterlast doch auch Eure Erinnerungen, Erlebnisse,
ob sie nun so, oder so waren – es hatte sich immer irgendwie ergeben. |
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Die Heimat lädt Dich ein
Sei zu ihr lieb, es könnte einmal sein
dass nichts Dir blieb.
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Auch ich schaue zurück, weil es mich fasziniert, was im Laufe meines langen Lebens alles geschehen ist. |
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II.
Die
Gründerzeit
–
die
erste Jahrhunderthälfte
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Historische
Rückblicke
in
die
über
120
Jahre
existierende
Handelsakademie
in
der Schmeykalstraße
(jetzt
Pariser
Straße
genannt)
in
Aussig.
Der
Straßenname
beruht
auf
den
Tätigkeiten
des
Rechtanwaltes
Dr.
Franz Schmeykal
aus
Böhmisch
Leipa,
früher
Leipa
in
Böhmen
(1826-1894).
In
der
Zeit
der
Österreich
-
Ungarischen
Monarchie
war
Dr. Schmeykal
aktiver
Repräsentant
und
Sprecher
der
Deutschen
in
Böhmen. Auf seinem ehemaligen Denkmal in Böhmisch Leipa war folgender Text angeführt: |
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“Deutsche
in
Böhmen,
seid
einig
und
stark“.
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Die
Altösterreichische
Straßenbezeichnung
blieb
auch
weiterhin
in
der
CSR
und
im
Dritten
Reich
ein
all
bekannter
Orientierungsfaktor
in
unserer
Stadt.
Im
Verlauf
des
19.
Jahrhunderts
änderte
sich
die
Stadt
Aussig
in
Bezug
auf
ein
neues
wirtschaftliches
Niveau.
Besonders
beeinflusst
durch
den
Braunkohlenbergbau,
die
sich
schnell
entwickelnde
Industrie.
Die
Einwohnerzahl
änderte
sich
zusehends.
Im
Jahre
1833
hatte
Aussig
nur
1759
Einwohner
und
321
Häuser.
Peterswald
zum
Beispiel
zu
dieser
Zeit
-
2242
Einwohner
und
375
Häuser.
Im
Jahre
1900
lebten
in
unserer
Stadt
schon
52311
Einwohner
in
3111
Häusern!
Diese
Umstände
erforderten
ein
neues
Engagement
in
Richtung
Verkehr
(Eisenbahn,
Elbeschifffahrt),
kaufmännische
Aktivitäten.
Im Schönpriesener
Hafen
wurden
mehr
Waren,
Güter
und
Kohle
umgeladen,
als
im
größten
Seehafen
Österreich-Ungarns
in
Triest
! |
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In
all
diesen
Zusammenhängen
waren
geschulte
und
qualifizierte
administrative
Arbeitskräfte
eine
der
Zeit
entsprechende
Notwendigkeit.
Dementsprechende
Schulen
gab
es
damals
nur
in
Prag,
Wien
und
in
Deutschland
und
konnten
deshalb
dieses
aktuelle
Problem
in
seinem
Umfang
in
dieser
nordböhmischen
Region
nicht
lösen.
Schon
im
Jahre
1879
gab
es
die
ersten
Vorstellungen
und
Versuche
über
die
Gründung
einer
Handelsschule
in
Aussig.
Die
Stadt
Aussig
hatte
1880
bereits
16524
Einwohner,
aber
außer
Volks
-
und
Bürgerschulen
keine
höhere
Lehranstalt.
Engagiert
war
damals
Anton
Kotera,
welcher
eine
Privathandelsschule
gründete,
die
aber
nach
seinem
Abgang
aus
Aussig
im
Jahre
1886
ihr
Ende
bedeutete
und
da
ergab sich
die
Notwendigkeit
einen
Ersatz
für
diese
Lehranstalt
zu
schaffen.
Ein
weiteres
Interesse
an
einer
Schulneugründung
verfolgte
der
damalige
Kaufmännische
Verein
unter
der
Leitung
von
Carl
Schöppe
in
Bezug
auf
einen
zweitklassigen
kaufmännischen
Fortbildungskurs
nach
dem
damaligen
Reichsschulgesetz
( No
53/1883).
Der
Aussiger
Stadtrat
unterstützte
in
jeglicher
Weise
diese
Vorstellungen
und
schon
am
17.
Oktober
1886
konnte
die
„Höhere
Handelslehranstalt“
eröffnet
werden
–
als
eine
der
Ersten
in
Böhmen
unter
der
Leitung
des
in
der
Steiermark
gebürtigen
aus
Görlitz
kommenden
Regierungsrates
und
Sekretärs
der
Handelskammer Friedrich
Skubitz.
(Scubitz)
Auf
Grund
der
allseitigen
Unterstützung
durch
die
Aussiger
Stadtverwaltung,
dem
Staat,
der
Bezirksvertretung,
des
böhmischen
Landesausschusses,
der
Reichenberger
Handelskammer
der
Stadtsparkasse
usw.,
war
es
möglich,
einen
entsprechenden
qualifizierten
Lehrkörper
zu
engagieren.
Mit
Hilfe
der
einheimischen Industrie und
des
Handels
konnten
auch
die
Lehrmittelsammlungen
in
großzügiger
Weise
ausgestattet
werden. |
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Schon
bald
wurde
aus
dieser
Schule
eine
bekannte
Anstalt
und
der
Andrang
der
Interessenten
nicht
nur
aus
Nordböhmen,
sondern
auch
aus
Prag,
Iglau,
Wien,
Schlesien
und
Deutschland
war
enorm.
Diesbezüglich
gehörte
diese
Handelschule
zu
den
bekanntesten
nicht
nur
in
der
Österreich-Ungarischen
Monarchie,
aber
auch
in
ganz
Mitteleuropa.
Konkret
gab
es
da
auch
Studenten
mit
tschechischer
Grundschulausbildung
wie
aus
dem
Aussiger
Bezirk
so
auch
aus
dem
„Innern“,
welche
bestrebt
waren
die
deutsche
Sprache
zu
beherrschen.
Unter
den
Schülern
gab
es
natürlich
auch
später
bekannte
Absolventen,
wie
zum
Beispiel
den
Politiker
Karl
Kreibich,
Mitbegründer
der
kommunistischen
Partei
in
der
CSR
(1883-1966),
er
studierte
auf
der
AKA
1899-1902.
Der
Ehemann
von
Marlene
Dietrich
–
Rudolf
Sieber
vom
Jahrgang
1897
wurde
mit
seinen
Mitschülern,
den
Absolventen
der
Handelsakademie
zum
Militärdienst
einberufen.
Auch
in
der
Zeit
des
ersten
Weltkrieges
waren
viele
Studenten
als
„Einjährige
Kriegsfreiwillige“
im
Militärdienst. |
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Nach
dem
österreichischen
Reichsschulgesetz
begann
das
Schuljahr
am
15.
September
und
endete
am
15.
Juli. Zur
Übersicht
ein
Überblick
der
Lehrfächer
für
das
Schuljahr
1888/89:
1/
Schulpflichtige
Gegenstände:
Religion
Deutsch
Französisch
Englisch
Geografie
Geschichte
Mathemati
Kaufmännisches
Rechnen
Physik
und
Chemie
Naturkunde
Warenkunde
und
Technologie
Buchführung/Buchhaltung
Geschäftskorrespondenz
und
Kanzleibeschäftigung
Geschäftslehre
Börsen-,
Geschäfts-
und
Gewerberecht
Volkswirtschaft
Schönschrift
2/
Nicht
schulpflichtige
Gegenstände
Praktische
Übungen
im
Warenkundigen
Labor
Kurzschrift
Leibesübungen.
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Nach
Übernahme
in
die
Stadtverwaltung
im
Jahre
1889
wurde
eine
Erweiterung
der
Jahrgänge
notwendig
und
die
Stadt
bewilligte
im
Jahre
1895
den
Bau
eines
neuen
Schulgebäudes.
Zur
grundsätzlichen
strukturalen
Änderung
kam
es
im
Schuljahr
1900/1901.
Aus
den
3
Jahrgängen
wurden
4
und
die
Schule
hatte
von
nun
an
die
Bezeichnung
-
„Aussiger
Handelsakademie“
Diese
Regelung
nach
der
Schulordnung,
die
erste
in
ganz
Österreich-Ungarn
war
jetzt
ausschlaggebend
für
die
ganze
Monarchie.
Sie
bildete
in
der
Folgezeit
geradezu
ein
Muster
für
neu
zu
errichtende
Handelslehranstalten
in
Österreich.
Die
Schüler
durften
zum
Beispiel
weder
in
eine
politische
Partei
noch
Verein
eintreten.
Auch
die
verschiedenen
gesellschaftlichen
Anlässe
wie
Theater,
Konzerte,
Büchereibesuch,
Restaurantessen
waren
ganz
genau
einzuhalten
und
wurden
von
den
Professoren
kontrolliert.
ein
Muster
für
neu
zu
errichtende
Handelslehranstalten
in
Österreich.
Trotz
allen
Vorschriften
gab
es
ein
spontanes
gesellschaftliches
Leben.
Theaterbesuche
gehörten
wie
in
der
Vorkriegszeit,
so
auch
später
zur
Freizeitgestaltung
der
AKA
Studenten.
Bestimmt
können
sich
noch
viele
ehemalige
Schüler
an
ihre
ersten
Theatererlebnisse
genau
erinnern.
Bis
heute
noch(!)
gibt
es
welche,
die
auf
Grund
mangelnder
Finanzverhältnisse
die
„Stehplätze“
benützten
um
die
Theaterveranstaltungen
besuchen
zu
können.
Zur
definitiven
Schließung
des
Aussiger
Stadttheaters
kam
es
im
Herbst
1944,
zur
selben
Zeit
wie
die
AKA
(Jg.
1928). |
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Unter
den
Studenten
wurde
als
Gruß
das
allgemein
bekannte
Wort
„Servus“
verwendet.
Im
Studenten
Jargon
dann
die
Abkürzung
„Seas“.
Dazu
die
Randbemerkung:
Bis
heute
noch
verwende
ich
bei
meinen
medialen
Kontakten
–
„Servus“.
Bekannt
auch
aus
dem
Schlagertext:“
Servus
Du,
flüstert
sie
ganz
leise,
Servus
du,
ich
hatte
Dich
so
lieb“,
oder
„Sag
beim
Abschied
leise
Servus,
nicht
Leb
wohl
und
nicht
Ade,
diese
Worte
tun
nur
weh“.
Jetzt
erinnere
ich
mich
noch
an
einen
linguistischen
Ausdruck
in
unserer
damalige
Schulzeit,
welcher
bis
heute
noch
von
den Aussigern
verwendet
wird:
Also
„No“
(Wird
auch
mehrmals
wiederholt).
Der
Selbstlaut
wird
kurz
ausgesprochen.
Die
Bedeutung
–
ist
JA
d.h.
Einverständnis
zu
jedem
angesprochenen
Gesprächsthema.
Die
Franzosen
bringt
es
immer
durcheinander
und
aus
der
Fassung,
denn
„non“
bedeutet
doch
NEIN. |
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Die
Studenten
waren
verpflichtet
eine
grüne
Schildmütze
zu
tragen
-
mit
dem
Merkurstockschild.
Wer
diese
Anordnungen
der
Schulordnung
nicht
befolgte
musste
mit
einem Disziplinierverfahren
rechnen..
Im
schlimmsten
Fall
konnte
eine
kurze
Schul
Haft
beantragt
werden
oder
ein
Ausschluss
aus
der
Schulanstalt.
Nach
über
40
Jahren
nach
meiner
Nebelaktion
in
der
WO
am
4.
Feber
1944
wurde
auch
ich
damals
wegen
Antikriegsmoral
mit
dem
Antrag
eines
Ausschlusses
aus
der
Wirtschaftsoberschule
bestraft.
Ja,
Ordnung
musste
eingehalten
werden,
besonders
wenn
sie
die
Kriegsmoral
beeinträchtigte,
dazu
bekam
ich
noch
vom
Klassenvorstand
Dr.
Harald Maschek
zwei
Watschen
d.h.
im
Hochdeutsch
-
Ohrfeigen.
Ich
möchte
diesbezüglich
noch
folgendes
Ereignis
erwähnen.
Ich
befand
mich
damals
im
Aussiger
Krankenhaus
mit
Diphtheriediagnose.
Unser
Studienrat
Dr.
Schaffer
schrieb
einen
Brief
an
meine
Mutter.
Sie
besuchte
die
AKA
und
der
Studienrat
fragte
meine
Mutter,
ob
sie
seinen
Brief
erhalten
habe.
Ihre
Antwort
war
nein.
–
also
hat
den
Brief
ihr
Sohn
unterschlagen.
So
gehen
wir
zu
dem Direktor
Dr.
Menzel.
Meine
Mutter
hatte
Angstvorstellungen.
Und
da
geschah
es:
Dr. Menzel
sprach
beide
an:
„Ich
habe
diesen
Brief
nicht
abgeschickt,
Ihr
Mann
ist
in
den
Diensten
der
Wehrmacht
und
sie
Frau Adamec
sind
ebenfalls
im
Arbeitsverhältnis
und
müssen
sich
um
den
Haushalt
kümmern.“
Diese
Begebenheit
erzählte
mir
oft
meine
Mama
immer
mit
Tränen
in
den
Augen.
Unsern
AKA
Direktor
und
Geschichtslehrer
Dr.
Rudolf
Menzel
dürfen
wir
nie
vergessen.
Sein
deutschliberal
geprägtes
Leben
endete
grausam
1945
im
Internierungslager
in
Lerchenfeld.
In den Jahren 1904/1905 übersiedelte die Schule in das für uns alle bekannte Schulgebäude in der Schmeykalstraße.
Das
neue
Gebäude
der
Handelsakademie
hatte
ebenfalls
eine
Bedeutung
als
Geldanstalt
in
unserer
Stadt.
Im
Jahre
1905
übersiedelte
die
Aussiger
Städtische
Sparkasse
aus
dem
alten
Haus
am
Marktplatz
NC
2
(Haus
zur
Krone)
in
das
Gebäude
der
Handelsakademie
in
der Schmeykalstraße,
wo
sie
die
Geschäftsräume
im
Erdgeschoss
inne
hatte.
Zu
Anfang
des
ersten
Weltkrieges
verursachte
die
Sorge
um
die
Spareinlagen
so
manche
kleine
Sparer
ihre
Gelder
aus
der
Sparkasse
herauszunehmen,
so
dass
es
zu
einem
Sturm
auf
die
Aussiger
Sparkasse
kam.
Dieselbe
Situation
erlebte
die
Aussiger
Sparkasse
im
Erdgeschoss
anlässlich
der
Mobilisierung
im
Mai
1938
mit
einem
Ansturm
der
Einleger,
mehr
noch
aber
in
den
kritischen
Septembertagen
wo
Juden,
Tschechen
und
deren
Gesinnungsgenossen
ihre
Spareinlagen
beheben
wollten.
Die
Sparkassenzeit
in
der
AKA
endete
nach
34
Jahren
und
fand
ihr
Heim
in
der
neuen
Aussiger
Sparkasse,
den
29.Oktober
1939
am
Marktplatz.
Im
Erdgeschoss
befand
sich
danach
das
Direktorium
und
das
Schulsekretariat.
Heute
gibt
es
hier
Umkleideräume
für
Studenten
und
weitere
Schulräume.
Außer
das
mit
Säulen
ausgestatteten
Sparkasseninterieur
ist
nichts
übrig
geblieben
–
aber
doch
etwas
aus
dieser
historischen
Zeit:
Der
Sparkassentresor.
Das
Gebäude
blieb
nach
der
Bombardierung
der
Stadt
1945
erhalten
und
dient
bis
heute
seinem
Zweck.
Damals
/
1905
wurde
für
die
Absolventen
der
Bürgerschulen
ein
einjähriger
Kurs
eingeführt,
ebenfalls
nach
der
Feminisierung
der
Büroadministration,
Einführung
einer
„Zweitklassigen
Aussiger
Handelsschule
für
Mädchen“.
(In
der
Beilage
findet
der
Leser
das
Abschlusszeugnis
meiner
Mutter
aus
dem
Jahre
1921)
ein
noch
vom
Direktor
Max
Wolfrum
unterzeichneter
„Ausweis
über
den
Unterrichtserfolg“
ist
die
„Kaufmännische
Fortbildungsschule
in
Aussig“
angeführt.
Max
Wolfrum
kam
aus Olmütz,
er
war
dort
Professor
der
Handelsakademie.
Er
führte
die
Schule
25
Jahre:
Von
1902-1927.
Die
einzelnen
Unterrichtsgegenstände
waren
damals:
Sitten
Schulbesuch
Deutsche
Sprache
als
Unterrichtssprache
Rechnen
Handels
und
Wechselkunde
Buchhaltung
Korrespondenz
und
Kontorarbeiten
Geografie
und
Bürgerkunde
Schönschreiben
Äußere
Form
der
schriftlichen
Arbeiten
Stenografie.
Die
stetig
wachsende
Schülerzahl
machte
eine
Erweiterung
der
Schulräume
notwendig.
Im
Schuljahre
1918/1919
erreichte
die
Anstalt
mit
1438
Schülern
in
29
Klassen
ihren
Höchststand. |
|
| |
Auch
nach
dem
ersten
Weltkrieg
und
der
Entstehung
der
selbstständigen
Tschechoslowakischen
Republik
galt
die
Schule
weiterhin
zu
den
Besten
und
wurde
von
Studenten
außer
Deutschen
auch
von
Tschechen,
Österreichern,
Ungarn
besucht.
Auch
gab
es
Jugoslawen,
Syrier,
Amerikaner
und
Russen.
Aussig
hatte
eine
größere
Anzahl
bedeutender
jüdischer
Geschäftsleute,
Ärzte, Rechtsanwälte.
Auch
diese
ließen
ihre
Kinder
auf
der
AKA
studieren.
Anfang
der
zwanziger
Jahre
entstand
ebenfalls
neben
der
zweitklassigen
Mädchen
–
auch
die
Knaben
Handelsschule,
ohne
Abitur,
welche
im
Nebengebäude
untergebracht
wurde.
Dann
trat
infolge
der
Entstehung
weiterer
Handelsakademien
ein
Rückgang
ein.
Doch
gehörte
die
Anstalt
1928/1929
noch
mit
870
Schülern
in
26
Klassen
nach
wie
vor
mit
30
Lehrkräften
zu
den
besuchten
Handelslehranstalten
in
der
ČSR.
In
den
20.
Jahren
war
es
üblich
Kinder
deutscher
Eltern
ins
„Innere“
auf
„Tausch“
in
tschechische
Familien
zu
geben
um
tschechisch
zu
lernen.
Umgekehrt
kamen
tschechische
Jungen
und
Mädels
ins
deutsche
Sprachgebiet
um
deutsch
zu
lernen.
Viele
von
den
Schülern
der
AKA
in
der
Vorkriegszeit
können
sich
an
diese
Jugenderlebnisse
erinnern
und
dieser
„Handel“
war
auch
Bestandteil
einer
liberalen
und
weltoffenen
Erziehung.
Schließlich
waren
in
der
Monarchie
die
zwei
Landessprachen
eine
normale
Angelegenheit.
In
einigen
bürgerlichen
deutschen
Familien
beschäftigte
man
tschechische
Köchinnen
und
Kindermädchen,
damit
die
Kinder
Kontakt
mit
der
tschechischen
Sprache
hatten.
Ebenfalls
die
Vision
eines
multinationalen
Staatsgebildes
auf
dem
Gebiet
der
CSR
war
eine
konkrete
Tatsache,
welche
die
Studenten
in
die
AKA
mit
brachten.
Auch
diese
Umstände
prägten
die
allgemeine
Popularität
der
Aussiger
Handelsakademie
und
die
Studenten
waren
stolz
auf
ein
weltoffenes Seinswesen.
Im
Jahre
1927
trat
der
Direktor
Max
Wolfrum
in
den
Ruhestand
und
sein
Nachfolger
war
Leopold
Zeidler,
welcher
ganz
intensiv
die
Anstalt
modernisierte
(Rechen
-
und
Schreibmaschinen
usw.)
Als
Direktor
der
Handelsakademie
wirkte
er
bis
1940,
als
die
Anstalt
in
eine
„Wirtschaftsoberschule“
umbenannt
wurde.
(Die
Handelsschule
wurde
Wirtschaftschule
genannt) Sein
Nachfolger
wurde
der
uns
bekannte
Prof.
Dr.
Rudolf
Menzel.
Nach
1938
blieb
die
Struktur
der
Schule
erhalten,
selbstverständlich
mit
einem
neuen
Lehrplan,
wie
aus
unseren
damaligen
Zeugnissen
vom
13.
Juli
1944
zu
entnehmen
ist:
Leibeserziehung
Deutsche
Sprache
Allgemeine
und
Wirtschaftgeschichte
Wirtschaftliche
Erdkunde
Englische
Sprache
Französische
oder
tschechische
Sprache
(Wahlfrei)
Chemie
und
chemische
Technologie
Mathematik
Schriftverkehr
Buchhaltung
Betriebswirtschaftslehre
Rechnen
Stenografie
Viele
von
uns
können
sich
bestimmt
noch
an
diese
Schulzeit
im
Dritten
Reich
erinnern
und
sollten
ihre
persönlichen
Erinnerungen
schriftlich
festhalten.
Zum
Beispiel
besuchten
die
Schule
Kinder
von
dageblieben
Tschechen
mit
Grundschulausbildung
in
tschechischer
Sprache.
Für
diese
Studenten
eine
komplizierte
Zeit.
Erst
Monate
später
konsolidierte
sich
das
gegenseitige
Benehmen
der
Mitschüler
und
Professoren
zu
einem
normalen
Niveau.
Im
Gegensatz
zu
den
anderen
Mittelschulen
–
Oberschulen
in
Aussig
(Oberrealschule,
Gymnasium,
Oberschule
für
Mädchen)
waren
die
Klassen
der
Handelsakademie
(WOS)
Geschlechter
vermischt.
Dies
hatte
besondere
psychologische
Auswirkungen
auf
Leistung,
Wettbewerb,
erste
Liebe.
|
|
| |
Die
jüngeren
Professoren / Studienräte
wie
man
sie
damals
betitelte
waren
im
Kriegseinsatz.
Es
kamen
ältere,
schon
pensionierte
Lehrkräfte.
Zu
Beginn
des
Unterrichtes grüßten
sie
mit
„deutschen
Gruß“
und
auch
wir
streckten
unsere
Hände,
das
war
im
täglichen
Leben
damals
ähnlich.
Es
gab
in
dieser
Zeit,
eigentlich
wie
immer
verschiedene
Menschentypen,
einige
von
ihnen
unter
der
Naziideologie,
einige
noch
mit
anderen
liberalen
und
toleranten
Ansichten
und
empathischen
Lebenseinstellungen.
Besonders
kurz
nach
der
„Befreiung“
präsentierte
sich
die
damalige
Gedankenwelt
der
einzelnen
Professoren,
aber
auch
der
Mitschüler
zu
ganz
konkreten
Verhalten,
welche
sich
später normalisierte.
Ich
kann
mich
nicht
erinnern,
dass
irgendein
Lehrer
versucht
hatte,
uns
politisch
zu
beeinflussen.
Diese
Beeinflussung
geschah
durch
Radio,
Kino,
Zeitschriften.
So
manche
Nacht
verbrachten
wir
im
Dienst
in
den
Luftschutzkellern
gegenüber
im
Cafe
Savoy.
Luftschutzwachen
gab
es
in
der
Nacht.
Die
Wach-
und
Schlafräume
lagen
im
Hochparterre
neben
dem
Schuleingang.
Bei
Ertönen
des
Voralarms
konnten
die
von
einer
Dienststelle
in
der
neuen
Sparkasse
am
Marktplatz
eingeteilten
Melder
den
Unterricht
verlassen.
Natürlich
haben
Jungs
auf
diese
Gelegenheit
gewartet,
um
manchen
unbeliebten
Unterricht
zu
umgehen.
Der
Luftschutzkeller
der
AKA
war
im
Bräuhauskeller.
Immer
waren
auch
Studienräte
mit
anwesend
und
viel
wurde
diskutiert
und
erweiterten
unsere
Denkweise
und
Horizonte.
Luftschutzübungen
im
alten
AKA-Gebäude
in
der Schmeykalstrasse:
Mit
Wassereimer,
Feuerklatsche,
Handpumpe.
Nicht
zu
vergessen
war
unser
angestrebtes
Leibeserziehungsengagement
im
Rahmen
des
Schulunterrichtes,
aber
auch
in
der
HJ
und
BdM.
Dieses
konzentrierte
sich
vorwiegend
auf
Freizeitgestaltung
als
solche.
Da
gab
es
immer
Wettkämpfe,
Trainiert
wurde
auf
der
nahen
Spielwiese
in
Lerchenfeld,
welche
in
den
50
Jahren
total
verbaut
wurde.
Ich
selbst
wohne
in
diesem
neu
entstandenen
Wohngebiet.
Die
Grenze
zwischen
dem
Sportplatz
und
der
Spielwiese
bildete
eine
Lindenbaumallee,
welche
teilweise
noch
erhalten
blieb.
Es
war
ein
durchaus
üblicher
Begriff
–
das
Freizeittraining
am
Samstagnachmittag
auf
der
Lerchenfelder
Spielwiese.
Schwimmwettkämpfe
wurden
damals
im
sehr
modernen
großzügigen
Hallenbad
in
Schreckenstein
durchgeführt,
für
uns
als
Schichtbad
bekannt.
Heute
ist
das
Hallenbad
im
totalen
devastiertem
Zustand.
Skiwettbewerbe
und
Skikurse
im
Erz-
oder
Riesengebirge
wurden
organisiert.
Trainiert
wurde
auf
der
„Trottelwiese“
in
Adolfsgrün.
Dorthin
führte
der
Weg
von
der
Straßenbahnendstation No
1
beim
Bahnhof
in
Tellnitz.
Wir
benützten
unsere
Ahornbretteln
mit
Huttfeldbindung.
Dazu
brauchte
man
spezielle
Skischuhe
mit
einem
beschlagenen
Vierkantenprofil
aus
Messing.
Einige
von
uns
hatten
schon
damals
die Kandaharbindung.
Die
früher
geborenen
können
sich
bestimmt
noch
an
die
beim
Skilauf
gebrauchten
Ausdrücke:
Telemark
(früher
üblicher
Bremsschwung), Kristiana
(üblicher
Querschwung),
Reißer
(nötiges
Stehenbleiben)
und
Schneepflug
(zum
langsam
fahren)
erinnern.
Skilifte
oder
ähnliches
gab
es
damals
auch
noch
nicht.
|
Ebenfalls
Aussiger
Rudervereine
mit
ihren
Zweiern,
Vierern
oder
sogar
Achtern
in
den Wannower
Bootshäusern
standen
uns
zur
Verfügung.
Die
abgefahrenen
Kilometer
mussten
im
„Ruderbuch“
eingetragen
werden,
welches
sich
im
Klubraum
befand.
Viele
von
unseren
Mitschülern
waren
damals
begeisterte
Ruderer
in
den
existierenden
Ruderorganisationen
des
deutschen
Turnvereins,
des
Rudervereins
und
dem
„Aussiger
Ruderklub“.
Nicht
zu
vergessen,
die
uns
ermöglichten
Tennisaktivitäten.
Es
sollen
in
unserer
Vaterstadt
65
Tenniskurte
gewesen
sein
mit
dem
LTC
1905
auf
der
Ferdinandshöhe
und
in
Wannow.
Die
Kriegszustände
beschatteten
unser
Studium.
Dauernd
wurden
wir
mit
den
Realitäten
dieser
Zeit
konfrontiert.
Es
war
nicht
einfach,
die
meisten
unserer
Väter
waren
an
der
Front,
unsere
Mütter
ebenfalls
im
Kriegseinsatz
mussten
sich
allein
um
die
Haushalte
kümmern
und
um
die
Kinder
sorgen.Im
Herbst
1944
kam
es
zur
teilweisen
Schließung
der
älteren
Jahrgangsklassen.
Die
Jungen
und
Mädchen
waren
im
Arbeitseinsatz
oder
wurden
zum
„RAD
im
Kriegseinsatz
einberufen“.
Einige
von
den
Mädels
aus
unserer
Klasse
wurden
als
Luftwaffenhelferinnen
in
die
Gauhauptstadt
Reichenberg
berufen.
Die
Schicksale
dieser
Zeit
wurden
von
Edith
Pohl
in
dem
schon
im
AB
veröffentlichen
Gedicht
beschrieben.
Diesbezüglich
noch
eine
Angabe-Bezeichnung
der
Einflugschleusen
für
Fliegerangriffe
in
Richtung
Aussig,
also
eine
Landkartenaufteilung
in
Planquadrate.
Unsere
Stadt
Aussig
war
im
Fadenkreuz
mit
der
Bezeichnung
OTTO
IDA
2
Aussig
angeführt.
Auch
diese
Angelegenheit
sollte
in
der
AKA
–
Geschichte
für
die
Nachkommen
erhalten
bleiben
!!!
(Nach
einer
Schilderung
der
AB-Abonnentin
Elli Schuhpanz,
geborene
Frisch
aus
Türmitz,
jetzt
wohnhaft
in
Gilching.)
Im
April
1945
endete
dann
die
Städtische
Aussiger
Handelsakademie-
unsere
liebe
unvergessliche
AKA.
Das
Schulgebäude
wurde
als
Kaserne
einer
Fernschreibeabteilung
der
Wehrmacht
verwendet
und
nach
dem
8.
Mai
1945
blieb
unsere
Schule
in
einem
desolaten
Zustand
im
ausgebombten
Umfeld.
Mit
diesen
Ereignissen
endet
die
Geschichte
und
das
Schicksal
einer
deutschen
Schule
im
Böhmerland.
Von
jeher
war
die
Schule
deutschsprachig
und
wurde
durch
die
tschechoslowakische
Regierung
nach
dem
ersten
Weltkrieg
als
solche
auch
nicht
in
Frage
gestellt.
Sie
war
wohl
auch
irgendwie
deutsch-national.
Aber
wohl
eher
im
Sinne
einer
liberal-
demokratischen
Tradition
der
Revolution
von
1848
!
Wir,
die
Studenten,
Jungen
und
Mädels
der
AKA
mussten
alle
die
konfliktreiche
Nachkriegszeit
überstehen.
Viele
von
uns
verloren
mit
ihren
Familien
ihre
Heimat,
einige
kehrten
aus
den
Fronteinsätzen
nicht
mehr
zurück
oder
blieben
in
den
zerbombten
und
besetzten
Militärzonen
der
übrig
gebliebenen
neu
entstandenen Staatsgrenzen.
Einige
verblieben
mit
dem Kainsmal
in
einem
anderen
Umfeld
und
anderen
Menschen.
|
| |
III. Die zweite Jahrhunderthälfte
mit
neuen
Visionen
für
das
21.
Jahrhundert |
| |
Jetzt
stehe
ich
an
der
Schwelle
der
zweiten
Epoche
der
ehemaligen
Handelsakademie.
Beide
Gebäude,
die
Handelsakademie
und
die
Handelsschule
in
der
Schmeykalstrasse,
jetzt
nennt
man
sie Pařížská,
also
die
Pariser
Straße,
blieb
nach
dem
Bombardement
unserer
Vaterstadt
erhalten.
Die
Schulräume
und
Gänge
standen
leer
und
verlassen
nur
mit
unseren
nicht
wiederholbaren
Werterinnerungen
an
viele,
die
hier
ein
und
aus
gingen
und
gemeinsam
die
schon
vergangenen
Zeitepochen
mit
einander
erlebten.
Der
zweite
Weltkrieg
in
Aussig
endete
mit
einem
allgemeinen
Chaos
nach
zwei
Bombardements
durch
amerikanische
Flugzeuge
im
Frühjahr
1945.
Die
Eisenbahnbrücke
war
teilweise
zerstört
und
die
„Oster“
mit
dem
uns
allen
bekannten Elysiumkino
am
Bielaufer
von
der
Oberfläche
verschwunden. Ganze
Häuserblöcke
um
die
Stadtkirche
waren
beschädigt,
selbst
der
Kirchturm
musste
sofort
gestützt
werden
um
nicht
umzustürzen
und
so
viele
andere
uns
bekannte
Gebäude
wie
die Resource
am
Materniplatz
/
im
Krieg
Langemarkplatz
und
die
Lesehalle,
das
Gemeindeamt
in
der
Großen
Wallstrasse
waren
total
beschädigt.
Genauso
wie
das
im
Stadtzentrum
gelegene
„Invalidenkino“
im
welchen
die
ersten
Tonfilme
vorgeführt
werden
konnten.
In
der
Stummfilmzeit
davor
spielten
Musiker.
D. h. ein
Geiger
mit
Klavierbegleitung
zur
Filmvorführung.
Auch
meine
lieben
Eltern
waren
damals
im
Türmitzer
Reichshofkino
aktiv
mit
dabei.
Beim
Bombardement
fiel
auch
die
bekannte Pflimfelgastwirtschft
„Zum
Weißen
Rössel“
gegenüber
der
Stadtkirche
zum
Opfer.
Überall
waren
gefangene
deutsche
Soldaten
und
deutsche
Bürger
mit
den
vorgeschrieben
weißen
Armbinden
vor
Ort
um
wenigstens
die
Straßen
wieder
befahrbar
zu
machen,
Pyrotechniker
mussten
Blindgänger
beseitigen,
viele
von
unseren
toten
Mitbürgern
mussten
beerdigt
werden.
Die
Stadt
war
von
sowjetischen
Soldaten
besetzt.
In
den
Fabriken,
Kohlenschächten,
Elektrizitäts-
und
Gaswerken
musste
unter
den
neuen
Bedingungen
die
Erzeugung
neu
organisiert
werden.
Gleichzeitig
die
notwendige Betriebaufnahme
der
Eisenbahnen
und
der
städtischen
Straßenbahn.
Die
rationierte
Verpflegung
der
Bevölkerung
musste
sichergestellt
werden.
Die
deutschen
Bürger
bekamen
mindere
Zuteilungen.
Gleich
nach
Kriegsende
kam
die
Ausweisung
der
Altreichsbürger
und
die
mit
ihren
Trecks
angekommen
Bürger
aus
den
schon
im
Krieg
besetzen
Ostgebieten
-
Ostpreußen,
Pommern,
Schlesien
usw..
Die
wilde
Vertreibung
–
und
die
Ankunft
von
Neuankömmlingen
aus
den
inländischen
Gebieten
Böhmens,
Mährens,
der
Slowakei
und
aus
den
slowakisch-ungarischen
Randgebieten.
Die
oben
angeführten
Umstände
und
neue
Lebensbedingungen
erforderten
ebenfalls
die
Sicherstellung
des
neuen
Schulunterrichtes
in
tschechischer
Sprache
für
das
neue
Schuljahr
1945/1946.
Und
das
galt
auch
für
die
Weiterführung
der
Handelsakademie.
Auf
Grund
einer
Entscheidung
des
Schulministeriums
galt
es
zwei
Klassen
des
4
jährigen
Studiums
und
eine
Klasse
des
zweijährigen
Studiums
ins
Leben
zu
rufen.
Nach
dem
Krieg
sollte
die
tschechische
Handelsakademie
in
dem
Gebäude
der
ehemaligen
deutschen
Handelsakademie
in
der
Pariser
Strasse
untergebracht
werden,
welche
jedoch
zu
Kriegsende
anderen
Zwecken
diente.
Im
älteren
Nebengebäude
war
im
Erdgeschoß
und
ersten
Stockwerk
die
Stadtfeuerwehr.
Im
zweiten
Stock
waren
deutsche
Bücher
der
vertriebenen
deutschen
Bürger
deponiert.
Das
neue
Gebäude
diente
zu
Kriegsende
als
Notkaserne
der
deutschen
Wehrmacht
und
im
dritten
Stock
war
ein
militärisches
Telekommunikationszentrum.
Nach
der
Flucht
der
WM
Angehörigen
besetzte
die
Räume
eine
sowjetische-
und
danach
eine
tschechische
Einheit.
Was
fanden
die
neuen
Lehrkräfte
vor?
Verlassene
Schulräume
mit
Soldatenbetten
und
Matratzen,
unendlicher
Abfall
und
zurückgelassen
Soldatenuniformen,
überall
Ratten
und
Ungeziefer.
An
den
Türen
fehlten
Türklinken
und
Schlösser,
zerbrochene
Fensterscheiben
und
Fensterrahmen.
Von
der
Schuleinrichtung
blieb
nur
das
Direktorat
unversehrt,
ebenfalls
die
Schul
-
und
Schülerbibliothek
und
Trümmer
des
geografischen
und
Chemie
Labors.
Das
Gebäude
stand
weiter
immer
offen
und
diente
der
kurzfristigen
Unterbringung
von
Repatrianten
aus
dem
Reich.
Auch
einige
Italiener
und
Franzosen
waren
anwesend.
Unter
diesen
katastrophalen
Bedingungen
war
der
Unterricht
unmöglich.
Der
Schulanfang
fand
aus
diesen
Gründen
in
der
Bürgerschule
am
RichardWagner-
Platz
statt.
Auf
Regierungsaufforderung
meldeten
sich
die
ersten
tschechischen
Lehrkräfte
aus verschiedenen
Schulen
und
ein
Schulwart.
An der Spitze des aus 7 Mitgliedern entstandenen tschechischen Lehrkörpers stand Ing. Emil
Livečka.
|
Die
ersten
Schüler
beendeten
die
Bürgerschule
und
das
Gymnasium,
viele
von
ihnen
waren
Handwerker
oder
kamen
aus
dem
Kriegsarbeitseinsatz.
Zu
dieser
Zeit
herrschte
Lebensmittel
-
und
Rohstoffmangel,
es
gab
keine
tschechischen
Lehrbücher.
Diese
brachten
nur
die
neuen
Lehrer
mit.
Als
Unterkunft
benutzten
die
ersten
Studenten
Schulräume
oder
wohnten
bei
den
noch dagebliebenen
deutschen
Familien.
Unter
der
Leitung
des
letzten
noch
nicht
vertriebenen
deutschen
Professors
war
eine
Aufräumungsgruppe
von
Schülern
im
Einsatz.
Die
größten
Probleme
bestanden
im
Materialmangel.
Endlich
nach
Desinfektion
und
notwendigen
Aktivitäten
von
Elektroinstallateuren,
Glasern,
Tischlern
und
Maurern
kamen
die
Zimmermaler
an
die
Reihe. Endlich
am
11.
Dezember
brachten
die
Studenten
die
Schulbänke
in
die
Klassenzimmer
der
ehemaligen
AKA in
die
Pariser
Straße.
Ebenfalls
das
Direktorat, das
Lehrerzimmer
und
die
Kanzlei
konnte
im
Erdgeschoss
untergebracht
werden.
Zwei
lange
Jahre
vergingen,
bis
alles
wieder
an
seinem
Ort
war.
Zu
Ende
des
Schuljahres
1946/1947
waren
schon
über
5000
Bücher
im
Besitz
der
Schulbibliothek,
in
der
Schülerbücherei
dann
1200.
Die
Schule
wurde
mit
Schreibmaschinen
und
anderem
Hilfsmaterial
ausgestattet.
In
einem
relativ
kurzen
Zeitabschnitt
war
die
Handelsakademie
im
Vergleich
mit
anderen
Schulen
diesbezüglich
auf
perfektem
Niveau.
In
der
Stadt
verschwanden
Müll
und
Baumaterial,
die
Versorgung
der
Einwohner
stabilisierte
sich,
die
Schüler
erhielten
Milch
zum
Frühstück. Im
weiteren
Zeitverlauf
vergrößerte
sich
die
Lehrerschaft
mit
höherem
fachkundigem
Niveau.
Grundsätzliche
Änderungen
brachte
der
kommunistische
Umsturz
im Feber
1948,
selbstverständlich
mit
ideologischen
Eingriffen
in
das
Schulsystem.
In
der
Zeit
des
totalen
kommunistischen
Regimes
mussten
viele
Pädagogen
aus
politischen
Gründen
die
Schule
verlassen.
Die
ideologischen
und
politischen
Eingriffe
in
das
ganze
Schulsystem
verlangten
sowohl
von
den
Pädagogen,
als
auch
von
den
Studenten
die
notwendige
Anpassung
in
die
neu
entstandenen
gesellschaftlichen
Verhältnisse.
|
Die
Lehrfächer
aus
dieser
zeit
1958/1959:
Tschechische
Sprache
Russische
Sprache
Geschichte
Mathematik
Chemie
Physik
Finanz
und
Kreditwesen
Technik
und
Methodik
der
Planung
Ökonomie
und
Leitung
wirtschaftlicher
Organisationen
Buchhaltung
Statistik
Tschechoslowakisches
Recht.
In
den
50/60
Jahren
hieß
die
Lehranstalt
-
Ökonomische
Mittelschule.
Es
war
eine
Zeit,
in
welcher
man
die
politische
Arbeit
der
Schule
bevorzugte.
Und
das
begann
schon
mit
aktuellen
propagandistischen
Ausschmückungen
im
Schulgebäude
„Zehnminuten
Appelle“
mit
ideologischen
Zielen
in
den
einzelnen
Unterrichtsstunden,
Mitbeteiligung
an
politischen
Schulungen
sowie
Teilnahmen
in
landwirtschaftlichen
Einsätzen
bei
der
Kartoffel
-
und
Hopfenernte
und
weiteren
Aktivitäten.
Noch
eine
konkrete
Begebenheit
aus
dieser
Zeit
der
kommunistischen
Ära.
Jede
Zeitepoche
brachte
eben
den
Studenten
auch
Sorgenwolken
mit
auf
den
AKA
Weg.
Der
Jahrgang
1950-1954:
Zu
ende
der
dritten
Klasse
stellte
der
damalige
Direktor
folgende
Bedingung
für
das
Abitur:
Entweder
ihr
nimmt
an
einem
Einsatz
in
der
Jugendbrigade/Stavba
mládeže
in
Brüx
teil,
oder
wir
lassen
euch
nicht
zum
Abitur.
Es
handelte
sich
um
den
Häuserbau
in
der
Wohnsiedlung
–Saazer
Straße
in
Brüx.
Diese
Begebenheit
war
typisch
für
diese
Zeit,
genauso
wie
die
oben
angeführten
verschiedenen
Brigaden
in
der
Landwirtschaft.
Erst
die,
von
den
meisten
Professoren
und
Studenten
angestrebte
„samtene
Revolution
1989“
brachte
wieder
eine
Öffnung
nach
außen
z.B.
Neugestaltung
der
Unterrichtes,
eine
notwendige
Anpassung
an
die
Bedürfnisse
der
freien
Marktwirtschaft.
Ein
neuer
Akzent
waren
die
daraus entstandenen
Sprachkenntnisse
und
ein
wieder
Erleben
der
Kontakte
zu
anderen
Wirtschaftsmittelschulen
im
Inn
-
und
Ausland.
Nach
den
Erkenntnissen
der
Gegenwart
entspricht
das
Niveau
den
Ansprüchen
eines
erfolgreichen
Studiums
bei
der
Vorbereitung
der
Strukturen
im
praktischen
Leben
oder
zu
einem
weiteren
Hochschulstudium
in
Ökonomie
und
Wirtschaft.
Verschiedene
andere
Aktivitäten
außer
den
Lehrfächern
erweitern
die
Horizonte
der
Studenten.
Es
handelt
sich
dabei
um
diverse
Kurse
im
Sportbereich.
Kontakte
zu
Handelsschulen
im
Ausland,
näheres
Kennen
lernen
der
Lebensformen
in
anderen
Ländern
mit
gegenseitigem
Schulaustausch,
Aufenthalten
in
Familien
zur
Erweiterung
der
Sprachkenntnisse
vor
Ort,
Kontakte
zu
EU
Institutionen
in
Brüssel
und Strassburg
mit
Projekten
zur
Erweiterung
der
Menschenrechte
usw.
Auch
die
jetzigen
Handelsakademiker
sind
Europäer
und
müssen
sich
umgehend
mit
neuen
Gedanken
auseinander
setzten
und
an
eine
multipolare
Welt
anpassen,
die
auf
eine
bipolare
Welt
gefolgt
ist.
Die
zeitgemäßen
Studienpläne
charakterisieren
und
bezeugen
alle
die
Notwendigkeiten
eines
optimalen
Studiums.
Der
Überblick:
Tschechische
Sprache
und
Literatur
Erste
Fremdsprache
inkl.
Konversation
Zweite
Fremdsprache
(Dazu
meine
Randbemerkung:
Von
jeher
und
damals
schon
angewendet)
Geschichte
Bürgerkunde
Recht
Biologie
Ökologie
Physik
Chemie
Mathematik
Leibeserziehung
Informationstechnologie
Schriftliche
und
elektronische
Kommunikation
Ökonomische
Praxis
Ökonomik
und
Ökonomie
Wirtschaftliche
Erdkunde
Buchführung
und
Buchhaltung
Gestaltung
von
Projekten
Dazu
kommen
noch
wählbare
Unterrichtsfächer:
Anwendung
der
Informationstechnik
Anwendung
der
Ökonomie
Marketing,
Management
Mathematisches
Seminar
Reiseverkehrsgeografie
Seminar.
Fachpraktikum
|
Die
aktuellen
Lehrfächer
entsprechen
den
neuen
Anforderungen
der
Gegenwart.
Nach
einem
dementsprechenden
aber
auch
langzeitlichen
Ziel
auf
Grund
von
demografischen
Studien
und
der
weiter
angestrebten
Entwicklung
der
Bildung
im
nordböhmischen
Bereich entsteht
die
neue
Handelsakademie
mit
erweitertem
Sprachenunterricht
und
anschließender
vorgeschriebener
Staatsprüfung
hier
in
Aussig
als
subventionierte
Organisation.
Dieses
notwendige
Konzept
wird
ebenfalls
unterstützt
von
der
sozialökonomischen
Fakultät
der
Universität
J.E.-Purkyně,
des
hiesigen
städtischen
Arbeitsamtes
und
den
Organen
der
staatlichen
Selbstverwaltung.
Alle
notwendigen
Voraussetzungen
in
Bezug
auf
die
Ausstattung
des
Schulgebäudes,
der
Kapazität
und
dementsprechenden
qualifizierten
Pädagogen
sind
erfüllt. |
| |
Die
Aussiger
Handelsakademie
überstand
also
Wirren
und
Wandel
auch
in
der
zweiten
Hälfte
des
20.
Jahrhunderts.
Die
Vorstellungen
aus
der
Gründerzeit
sind
wieder
aktuell
im
Licht
der
neuen
Zeit
und
bringen
Hoffnung,
Zufriedenheit
und
Zuversicht
den
Studenten
und
den
Pädagogen.
|
Nichts auf der Welt hat Bestand
und
immer
folgt
Ebbe
den
Fluten…
|
Mit
konkreten
Erinnerungen,
Erkenntnissen
aufgezeichnet
im
Jänner,
Feber
und
März
2011
für
die
Aussiger
Heimatfreunde
und
deren
Nachkommen
vom
Studenten
der
ehemaligen
Wirtschaftoberschule
/
Handelsakademie
in
Aussig
Hans Adamec
Hans
Adamec,
Bělehradská
36,
40011
Ústí
nad
Labem,
ČR.
Telefonverbindung
+420-472-777-021
E-mail:
hanus.adamec@gmx.net |
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|
Literatur: Franz Josef Umlauft: Geschichte der deutschen Stadt Aussig
Gerda
Eckelt:
Kde
domov
můj
Friedrich
Rohan:
Aussiger
Schoulet
Jiří
Šosvald:
Jó,
tenkrát
v
Ústí
Dr.Vladimír
Kaiser,
Stadtarchiv
Ústí
nad
Labem
Beiträge
ehemaliger
Schüler
der
Aussiger
AKA
Meine
eigenen
erlebten
Erkenntnisse
von
damals
bis
heute.
Hans Adamec
Zum
Studentenverzeichnis
Gedicht zur
Aussiger Handelsakademie - Kriegsjahr 1944
von
Edith Hellmich, geb. Pohl, Bad Salzuflen - früher Schreckenstein;
* 29.12.1928 in Aussig-Schreckenstein + 2.2.2011 Schnelltot in Bad Salzuflen
Geschrieben anlässlich der 100-Jahr-Feier des Bestehens der Aussiger Handelsakademie.
Entnommen aus dem Aussiger Boten Mai 2005.
Jahrgang '28, das Abitur schon ganz nah
blieb für uns nur noch Wunschtraum, weil so vieles geschah.
Wir waren zwei Klassen, 3a und 3b,
'44 - Oktober, in der Luft lag schon Schnee.
Und nicht nur Schnee, wie der Krieg es uns lehrte.
So kam es, dass man eines Tags uns erklärte:
„Dies Schulhaus wird als Lazarett jetzt gebraucht"
und eben noch hatten unsere Köpfe geraucht
vom vielen Lernen, doch es gab kein Besinnen,
mit uns Schülern wollt man den Krieg noch gewinnen.
Die Jungens, das war ja nicht schwer zu erraten,
aus denen machte man schnellstens Soldaten.
Die Mädchen hingegen, nur keine Verschwendung,
auch für die hatte Hitler eine besondere Verwendung.
Von der Hitlerjugend zum Bann beordert,
wo man schließlich auch von uns den Kriegsdienst gefordert.
In einem Wehrmachtslager fand die Ausbildung statt
im Fernsprech- und Flugmeldedienst, und wir waren platt
wie ganz anders die Unterrichtsstunden verliefen,
welches Wissen es nun galt zu vertiefen.
Außer Physik waren die Fächer ganz neue
und zum Schluss schwur'n wir Adolf Hitler die Treue.
Mit dem Blitz am Ärmel und dem Schein im Gepäck,
fuhren wir nun nach Hause und schon bald wieder weg.
Reichenberg wurde als Einsatzstelle ausgesucht,
in der Gauleitung für 12 Mädchen Quartier gebucht.
Schichtdienst im Bunker, rund um die Uhr,
Feindeinflüge registrieren, wobei man erfuhr
wie viele es waren, welche Richtung sie nahmen;
welchen Städten brachten sie diesmal das Amen?
Alle Nachrichten schnellstens „nach oben" gegeben;
wer zitterte damals nicht um sein Leben?
Dann schließlich im März und April Bombenregen
unser Aussig hatte im Anflug gelegen.
Die Schadensmeldungen wurden abgehört,
unsere Stadt war zu einem Drittel zerstört.
Und wir waren hier, wo war Mutter, die Kleinen?
Ein paar von uns begannen zu weinen.
Aus erster Hand erfuhren wir dann,
wo Bomben gefallen waren und wann.
So vergingen die Tage, die Nächte, der Krieg.
Wie war das doch mit dem Märchen vom Sieg?
Am 6. Mai war die Gauleitung leer,
und wir standen da und wussten nicht mehr,
wie wir nun nach Hause kommen sollten.
Sie hatten doch versprochen, dass sie uns helfen wollten.
Drei versuchten in der Stadt ihr Glück
Transport zu finden, sie kamen nach Stunden zurück.
Es warn soviel Menschen und soviel Gepäck
und jeder trachtete irgendwie weg.
Da stand noch ein Bus und wir fragten den Fahrer -
„nur für Frauen mit Kindern - Evakuierung" - weg war er.
Ich fragte ihn aber doch noch geschwind:
„Herr Busfahrer, bis wann ist man ein Kind?"
Er drehte sich um, dabei war er ganz still
und sagte: „Mädchen, es geht nicht wie ich's will,
aber kommt nach Mitternacht doch noch einmal vorbei.
Ich fahre ab, spätestens um halb zwei".
Zurück im Quartier dann, stellten wir fest,
nur wir drei warn noch übrig, der klägliche Rest.
Die Anderen hatten klüger gedacht
und sich in kleinen Grüppchen auf den Weg gemacht.
Pünktlich um 12 warn wir wieder zurück,
zwei Frauen, drei Kinder im Bus - unser Glück.
6 Uhr früh in Aussig, die Stadt lag noch im Schlummer,
zunächst warn vorbei unsere Sorgen, der Kummer.
Auf der anderen Seite lag Schreckenstein,
und wir waren endlich wieder daheim.
Dies Erlebnis werden wir nie vergessen, sind wir doch damals gerad 16 gewesen.
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Der Ex-Bürgermeister von Türmitz Otto Neubauer.
Auch er war Schüler des deutschen Aussiger Gymnasiums und auf Grund der Beschreibung des Besuches der Gymnasiasten vom Jahrgang 1927 und 1928 im Mai dieses Jahres,
er ist neugierig geworden und sucht Spuren zu seinen Mitschülern von Jahrgang 1931.
Er hat leider mit niemanden Kontakt und würde sich sehr über ein Lebenszeichen eines Mitschülers freuen und würde dementsprechend auch ein Treffen dieses Jahrganges hier organisieren.
Pagemaster Karl Heinz Kralowetz, München 11.6.2011
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