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Das Collegium Bohemicum Aussig - Ústí nad Labem |
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unter der Leitung von Herrn Dr. Wolfgang Schwarz |
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im Rahmen einer Veranstaltungsreihe "gemeinsames Kulturerbe bewahren", in München, im Sudetendeutsches Haus |
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von Frau Ph.Dr. Kristana Kaiserová und Frau Dr. Jennifer Schevardo vorgestellt. |
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Vorsitzender des Verwaltungsrates des neu gegruendeten Collegiums ist der Primator der Stadt Ústí n. L. (Aussig a. E.) Jan Kubata. Unterstuetzt wird es auch von dem ehemaligen Primator und heutigen Minister Petr Gadalovic. |
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Wo das Museum nun tatsaechlich eingerichtet wird, steht zur Zeit jedoch noch nicht fest, aber es sollte das im Bild dargestellte Gebaeude sein. |
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Was ist das Collegium Bohemicum? |
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Die grundlegende Idee des Collegium Bohemicum ist es, die Geschichte des Zusammenlebens von Deutschen und Tschechen in den boehmischen Ländern eingehend zu erforschen und einer breiteren Oeffentlichkeit bekannt zu machen. In Zukunft wird das Collegium Bohemicum fuer den genannten Themenkomplex Museum, Archiv, Bibliothek, eine wissenschaftliche Arbeitsstelle sowie ein Ort für kulturelle Veranstaltungen und Begegnung sein. Voraussichtlich Mitte 2008 wird es seinen vollstaendigen Betrieb aufnehmen. |
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Das Collegium Bohemicum geht auf die Initiative einiger wissenschaftlicher Einrichtungen der Stadt Aussig (Ústí nad Labem) zurueck. Jahrhunderte lang haben Tschechen und Deutsche in verschiedenen Regionen Boehmens und Maehrens zusammengelebt. Die Konflikte, die es zwischen ihnen gab und die teilweise bis in die Gegenwart nachwirken, sind meist gut bekannt. Weitaus weniger wird jedoch darueber gesprochen, dass es in der Vergangenheit auch viel Gemeinsames, Verbindendes und Alltaegliches gab. Das Collegium Bohemicum hat es sich zur Aufgabe gemacht, dies ausfuehrlich zu untersuchen und die Ergebnisse auf verschiedenen Wegen der Oeffentlichkeit zu vermitteln: mit Ausstellungen, Publikationen, Konferenzen, Vorlesungen und paedagogischen Programmen. In enger Zusammenarbeit mit Partnern in der Stadt organisiert es verschiedene kulturelle Veranstaltungen, die der deutschtschechischen Begegnung dienen und ein ausgewogenes Bild vom zeitgenoessischen Deutschland vermitteln sollen. |
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Das Collegium Bohemicum war auch Mitveranstalter einer kürzlich in Aussig abgehaltenen Konferenz mit dem Titel „Auch sie waren dagegen" (1 oni byli proti), |
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die sich dem Schicksal der sudetendeutschen Antifaschisten nach 1945 widmete. |
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Dr. Kristina Kaiserová |
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geboren 1957 in Warnsdorf (Varnsdorf), Studium an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag, Fachrichtung Geschichte - Tschechische Sprache. 1980 Promotion, anschließend bis 1987 Facharchivarin im Bezirksarchiv Tetschen (Dečin). Seit 1990 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Aussig (Ústí nad Labem) und Wissenschaftssekretärin am dortigen Institut für slawisch-germanische Studien. Seit 2006 Leiterin des Instituts. Mitglied der deutsch-tschechischen Historikerkommission und Vorsitzende der Gesellschaft für Geschichte der Deutschen in Böhmen. |
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Dr. Jennifer Schevardo |
| geboren 1973 in Düren, im Jahr 2000 Abschluss des Studiums der Neueren Geschichte / Wirtscharts- und Sozialgeschichte, Romanische Philologie mit |
| Schwerpunkt Französisch und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum; von 2001-2004 Promotion an der Philosophischen Fakultät der Universität |
| Potsdam, Dissertation über das Thema Vom Wert des Notwendigen: Preispolitik und Lebensstandard in der DDR der 1950er Jahre (Steiner, Stuttgart 2006) |
| Seit 2005 Robert-Bosch-Kulturmanagerin am Collegium Bohemicum in Aussig (Ústí nad Labem). |
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Ein Bericht von Karl Heinz Kralowetz, Text entnommen aus der Einladungsbroschüre. |
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Die Initiative nun endlich nach ca. 60 Jahren ein solches Projekt zu starten, wird sicher von vielen Aussigern und Deutschböhmen begrüßt. |
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Wäre es aber hier nicht besser gewesen, an Stelle von Frau Dr. Schevardo ein Nachkommen einer Aussiger oder zu mindest einer |
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deutschböhmischen Familie für dieses Projekt anzustellen? Nichts gegen die Frau Dr. Schevardo, aber hier fehlt einfach die Beziehung zu Böhmen. |
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Allein schon störte uns als Aussiger, dass nachdem man sie darauf hingewiesen hatte, in deutsch doch von "Aussig" zu sprechen, |
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dann aber weiterhin von "Ústí" sprach. War das notwendig? Frau Dr. Kristina Kaiserová hatte immer eine richtige Formulierung gewählt. |
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Wir begrüßen, dass Frau Dr. Kaiserova hier ihr Wissen mit einbringt und wünschen, dass dieses Projekt gut gelingen möge. |