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Sudetendeutscher Tag 2009 in Augsburg |
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Eine Meldung von Radio Prag: |
Sudetendeutscher Tag – Die gleichen Forderungen und Reaktionen wie jedes Jahr
[01-06-2009 14:56 UTC] Autor:
Patrick Gschwend
Jedes Jahr zu Pfingsten veranstaltet die Sudetendeutsche
Landsmannschaft den Sudetendeutschen Tag. So auch dieses Jahr
und zwar in Augsburg. Die Forderungen der Sudetendeutschen an
die tschechische Regierung sind seit jeher dieselben: die
Abschaffung der Beneš-Dekrete und die Eröffnung eines direkten
Dialogs. Beide Forderungen werden jedes Jahr von tschechischer
Seite abgelehnt.
„Die Politik in Prag teilt die Opfer der ideologischen und
nationalistischen Verirrungen im 20. Jahrhundert auch heute, im
21. Jahrhundert, immer noch in gut und böse ein.“
Stein des Anstoßes sind seit Jahrzehnten die so genannten
Beneš-Dekrete. Ein Teil dieser Dekrete stellte die rechtliche
Grundlage für die Vertreibung von Millionen von Deutschen aus
der Tschechoslowakei dar. Diese Dekrete sind bis heute
Bestandteil des tschechischen Rechts. Ihre Abschaffung - und
damit die Anerkennung von Unrecht - ist die alljährliche
Hauptforderung der Sudetendeutschen. Ebenso traditionell
verweist Tschechien seit Jahren darauf, dass es kein aktuelles
Problem hinsichtlich der Dekrete gebe:
„Die Dekrete sind zwar - so wie andere rechtliche
Instrumente, die in der Vergangenheit angewandt wurden – noch
Teil des Rechtssystems. Solche historischen Rechtsdokumente gibt
es ebenso in Deutschland oder sonstwo. Aber sie werden nicht
mehr angewandt“, so der tschechische Europa-Abgeordnete
Libor Rouček gegenüber Radio Prag. Rouček sieht in den
Forderungen der Sudetendeutschen Tage nur einen Sturm im
Wasserglas:
„Wir wissen, dass die Sudetendeutschen darüber jedes Jahr auf
ihren Pfingsttreffen sprechen. Natürlich erinnern sie dabei
sowohl an den Krieg als auch an die Vertreibung. Danach kehren
sie nach Hause zurück und leben normal weiter, und das Problem
existiert weder in Tschechien, noch in Deutschland, nirgendwo.“
Auf politischer Ebene seien die Beziehungen zwischen Deutschland
und Tschechien hervorragend, meint Rouček. Und mit den
sudetendeutschen Organisationen bestünde besonders auf
kommunaler Ebene ein fruchtbarer Dialog. 20 Jahre nach dem Fall
des Eisernen Vorhangs habe vor allem auch unter jungen Leuten
ein Umdenken stattgefunden:
„In der Tschechischen Republik und in Deutschland ist eine
neue Generation herangewachsen. Und heute ist das Problem des
Zweiten Weltkrieges und der Vertreibung kein politisches Problem
mehr zwischen beiden Ländern. Im Gegenteil: Die junge Generation
sucht nach neuen Wegen der Zusammenarbeit. Das ist die große
Chance, die wir in einem vereinigten Europa heute haben.“
Die Sudetendeutsche Landsmannschaft bemüht sich jedoch seit
Jahren um einen direkten Dialog mit der tschechischen Regierung.
Bisher hat das jede Regierung in Prag abgelehnt.
Gesprächspartner könne nicht eine Organisation sein, sondern nur
die Bundesregierung in Berlin. |
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Der Beginn des Sudetendeutschen Tages in Augsburg bei den Aussigern |
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Der Schluss des Treffens der Aussiger |