Herbitz,
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mit 66 Häuser,
617 Einwohner, an der Straße Aussig - Prödlitz - Karbitz gelegen, Eisenbahnstation Schönfeld und Türmitz., Haltestelle der elektrischen
Straßenbahn Aussig - Karbitz, Post Karbitz,
Pfarre Karbitz, Schule Herbitz, Höhenlage 200 m. Herbitz wurde im Jahre 1169 von König
Vladislaw den Johannitern geschenkt, die seit dieser Zeit neue Siedlungen (Prödlitz,
Neudörfel und Johnsdorf u. a.) anlegten.1393 saß Heinrich von Mühlen als Lehensmann auf dem Gute Herbitz. 1487 erscheint
es als Zugehörigkeit zu Graupen. Seit 1504 finden wir hier die Familie
Kölbel von Geysing. Ihr Schlösschen, dessen Umwallung noch in Spuren zu Sehen ist - der Platz
wird von dem geradegelegten Bache durchschnitten. - ist etwa seit 1628 unbewohnt gewesen
und längst abgetragen. 1628 kam das Gut zu Kulm,
bei dem es bis in die neueste Zeit verblieb. |
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Im Jahre 1654 gab es hier 2 Bauern, 6 Kleinbauern und 2 Häusler; 1787 23
Nummern. Die Bewohner sind teils Landwirte, teils Arbeiter in den benachbarten
Braunkohlegruben oder auch in Aussiger Fabriken beschäftigt. Bei der Ortskapelle steht
ein altes Sühnkreuz. |
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Wenige Schritte südlich des Ortes liegt die Bihana, eine kleine
Hochfläche zwischen den Orten Prödlitz, Türmitz, Schönfeld, Wicklitz und Herbitz, auf
der am 16. Juni 1426 die "Schlacht bei Aussig" stattfand. Das Meißner Heer, das
zum Entsatze der von den Hussiten belagerte Stadt Aussig gekommen war, wurde hier
geschlagen und darauf die Stadt Aussig zerstört. |
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Nördlich von Herbitz am Fuße des Strisowitzer Berges liegt auf einer
kleinen Erhebung im freien Felde die Laurenzikirche, die alte Pfarrkirche für die Orte
Prödlitz, Herbitz und Böhmisch.Neudörfel. Sie bestand schon 1352. |
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Dr. Franz Josef Umlauft, Studienrat,
Aussig. |
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