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Franz Kral Nachruf von Josef Hegenbarth |
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Wiederum hat unseren Verein ein harter Schlag getroffen. Unser lieber Freund, Vorstandsmitglied und Heimatgruppenbetreuer Landsmann Franz Kral, Regierunsangestellter
a. D., hat uns für immer verlassen. Erwurde am 8. 12. 1894 in Wegstädtl geboren
und kam 1909 nach Aussig, um hier seine kaufmännische Lehre zu beenden. Er arbeitete bei
der Nordböhmischen Wasserbau Gesellscl1aft, beim Ing.- Büro Hans Straube und bei der Regierung in Aussig. 1932 heiratete er seine Gattin Anni und wurde in der Aussiger Dekanalkirche von Hochw. Herrn Prof.. Kindermann getraut. Franz Kral war ein
ausgezeichneter Kenner unserer alten Heimat. In zahllosen Wanderungen machte er uns mit deren Schönheit bestens vertraut. Sein ruhiges und jederzeit lustiges Wesen machte ihn allseits beliebt, doch mußte auch er, der
niemandem etwas zuleide tat, den unbarmherzigen Weg der Vertreibung und auch durch das berüchtigte
KZ-Lager Lerchenfeld gehen. 1946 entlassen, kam er dann in den Kreis Traunstein (Seeon, - Traunreut). Auch hier widmete er sich gleich wieder seinen Landsleuten und wurde Mitbegründer der Ortsgruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Traunstein. 1951 kam er nach München, wurde Angestellter der Finanz-Regierungskasse, von wo er im Jahre 1960 in den Ruhestand getreten ist. Auch in München zeigte uns Franz Kral, daß er ein wirklich guter
Kenner seiner neuen Heimat Bayern wurde. Rastlos besuchte er die schönsten Fleckchen, die vielen Schlösser, Berge und Seen. Er war unser Wanderwart und Reiseleiter! Wir verbrachten viele schöne Stunden in seiner Gesellschaft und keiner verstand es so wie er, uns die Schönheiten des Landes und der Natur begeistert zu zeigen. Unermüdlich war er bemüht, Bilder und Unterlagen für seine Vorträge zu
beschaffen. Weit über München hinaus war Franz Kral in den Heimatgruppen aller größeren Städte
der Bundesrepublik bekannt und beliebt. Leider wurde er in den letzten Monaten von einer heimtückischen Krankheit befallen, die es ihm unmöglich
machte, seine beliebten Vorträge weiter zu halten. Trotz aller Hindernisse und Schmerzen arbeitete er verschiedene
Vorträge mit (Bild und Text) aus, sodaß diese den Heimatgruppen zur Verfügung stehen. Seine Gattin stand ihm als treuer Kamerad immer hilfreich zur Seite. " |
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