Preislied auf Aussig an der Elbe |
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| von Hans Steinbrecher, Aussig-Kleische | |
| Aussig, du würdervolle Stadt, | Vom Stadttheater zumal, das unvergessen, |
| der dich je gesehen hat, | es war der Stolz der ganzen Stadt gewesen. |
| muß dich loben, muß dich preisen, | Schon sein Äußeres, diese Pracht, |
| muß dir deine Huld erweisen | als hätt's ein Künstler sie erdacht. |
| und vor allen andren Dingen | m Inneren war´s grazil und fein, |
| und vor Anmut auch besingen. | mit einem Wort: ein Schatzkästlein |
| Von einem Berg zum anderen - | Kirchen hatten wir deren drei, |
| so weit die Blicke wandern - | katholisch waren davon zwei. |
| vom Sattelberg zur Ferdinandshöh´ | Die eine hatte Fenster wie in Chartres, |
| dein holdes Bild ich vor mir seh´. | in der Klosterkirche lebten sogar Patres; |
| Und von der Dulce her nach oben hin, | doch Halt! Zum Schluß seien deren noch gedacht, |
| ragt der Berg der Marienkönigin. | die ein feiger Pöbel umgebracht.... |
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| Der Schreckenstein, ganz ungeniert, | Und so dreh´ in manchen stillen Stunden |
| hat große Künstler inspiriert. | ich noch heute meine Runden |
| Herr Wagner selbst gab sich die Ehre, | durch die altvertrauten Gassen, |
| von Ludwig Richter stammt die Fähre | über Brücken, über Straßen, |
| und manchen andern Sachsenmann | und fall´n mir einst die Augen zu, |
| hatt´es den Felsen angetan. | dann hat die liebe Seele Ruh´. |
| Die Elbe war so klar und rein, | Was kann ich denn dafür? |
| sie lud uns oft zum Baden ein, | Mein Herz, es hängt nun mal an dir |
| zuweilen auch zum Dampfschiffahrt | und alle meine Gedanken, |
| in unbeschwerten Jugendjahren, | sich um deine Mauern ranken - |
| und von vielen andren Dingen | Aussig, du mein Heimatort, |
| könnte ich ein Lied noch singen. |
aus dem wir alle mußten fort. |