Troschig, |
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| Troschig ist als eine frühe Siedlung von Zollwächtern anzusehen, die den Handelsverkehr auf der Salzstraße zu überwachen hatten. | |
| mit 26 Häuser, 108 Einwohner, Eisenbahnstation Kleinkahn, Haltestelle der Kraftpost Aussig - Dresden, Post Aussig- Pockau, Pfarre Gartitz, Schule Johnsdorf, liegt im Verteilungspunkte der Straßenzüge Postitz - Reichsstraße und Johnsdorf - Troschig am wenig überhöhten Ufer des zuweilen einem Wildbach gleichenden Grund- oder Kleischbaches. Das Dorf bestand früher nur aus einer einzeiligen Häuserreihe entlang der alten, durch den Ort führenden Salzstraße; diese Zeile bog beim Straßenwirtshause etwas nach Osten um. Häuselzubauten seit Mitte des 17. Jahrhunderts gestalten den Ort allmählich zu einem Straßendorfe um. Sämtliche Flurnamen sind deutsch, welcher Umstand auf eine frühe deutsche Besitznahme hinweist. |
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| Unter ihnen fallen auf: die "Alte Straße", der schon 1569 genannte Berberich, die Flut, der Haslich, der Hopfengarten, Lindeboden, die Marter (Schandsäule?), der Scharhübel, der Strauß (Ort eines Überfalles?), das Weingartel, der Wenzelsbrunnen. | |
| Der Ort weist 1569 völlig deutsche Bevölkerung auf. -- Landwirtschaft mit reichlichen Obstbau und Gurkenkulturen. An die Zeit der alten Straßenunsicherheit erinnern drei alte Sühnkreuze an der Straße nach Postitz. Geschichtliches: In früherer Zeit zum St. Georgskloster in Prag gehörig, gelangte das Dorf durch Tausch an den Arnauer Gutsherren Henslin von Turgau und bald darauf durch Kauf an das Gut Schöbritz, bei dem es bis zum Jahre 1848 verblieb. Im 1. Viertel des 18. Jahrhunderts beherbergte es den "Räuberhauptmann" Goltsch, der wegen Kirchendiebstahls und anderer (zumeist wohl geringfügiger Räubereien) zu Aussig mit dem Rade gerichtet wurde. Im Jahre 1836 brannte die westliche Häuserzeile zur Gänze nieder. Naher Aussichtspunkt der Schloßberg (438 m) |
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| Schrifttum: AB. VII, - 20, 79, 113; AJ.III -76 | |
| Emil Richter, Oberlehrer i. R., Aussig-Schreckenstein. | |
Ortsverzeichnis |
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