|
mit 15 Häuser,
75 Einwohner, Gemeinde Saara, Eisenbahnstation Kleinkahn, Haltestelle der Kraftpostlinie
Aussig - Dresden, Post und Pfarre Böhmisch-Kahn, Schule Kninitz, liegt an der Bruchlinie
zwischen dem Erz- und Mittelgebirge längs der uralten Salzstraße (heutige Straße
Troschik - Zuckmantel - Reichsstraße), die von hier über Saara nach Kleinkahn durch den
Holzgrund bei Königswald die Höhe des Erzgebirges erstieg. Der im Jahre 1577 aus drei
kleinbäuerlichen Anwesen bestehende Ort erweiterte sich durch geringfügige
Häuselzubauten. seit dem 18. Jahrhundert zu einem Straßendörfchen. Kleinlandwirte,
zumeist Fabrikarbeiter. Flurennamen: "Auf dem Raume", "Im Zuckmantel",
- Uralte Linde bei dem schon 1570 genannten Straßenwirtshause (Nr. 1). Der Ortsname ist
deutsch, aber nicht zufriedenstellend zu deuten; in Martriken des 18. Jahrhunderts
findet sich das Dörfchen auch als Seischede oder als Klein-Saara verzeichnet. Zuckmantel
gehörte vor alters zu Graupen und wurde bei Aufteilung dieser Herrschaft i. J. 1580 an
das Gut Schöbritz verkauft, bei der es bis 1848 verblieb. Seine drei Anwesen gingen im
30-jährigen Kriege in Flammen auf. Im Jahre 1756 zog die preusische Armee durch. - Die
Straßenhöhe oberhalb des Dorfes bietet einen entzückenden Ausblick auf die Kegel des
Mittelgebirges. |

|
|